Aktuelles zu den Winterkontrollen 2018: 

Tierschutz:

 

Per 31.08.2018 laufen verschiedene Übergangsfristen im Tierschutz ab. Bei der Schweinehaltung betrifft dies die Vollspaltenböden und diverse Mindestmasse bei der Gruppenhaltung. Bei den Ziegen und Schafen gelten neue Masse bei der Fressplatzbreite und die Mindestmasse bei der Einzelboxen und Gruppenhaltung. Schafe dürfen nach diesem Datum nicht mehr angebunden gehalten werden.

 

BTS/RAUS:

Seit dem 01.01.2017 gilt die vereinfachte Auslauf-Dokumentation für Tiere, die nach den RAUS Anforderungen gehalten werden. Für Tiere die während einer gewissen Zeitspanne jeden Tag oder dauernd Zugang zu einer Weide oder einem Laufhof haben, muss nur am Anfang bzw. am Ende dieser Zeitspanne ein Eintrag im Auslaufjournal gemacht werden.

Ab 2018 können Bisons und Hirsche im Raus Programm angemeldet werden. Die Tiere müssen ganzjährig auf der Weide gehalten werden. Es gelten Mindestweideflächen die je nach Tierart und Grösse variieren.

Bei den Geflügelställen wurden die Anforderungen an die Minimale offene Seitenfläche des Aussenklimabereichs (AKB) definiert.

Für Hennen, Hähne, Junghennen, Junghähne und Küken für die Eierproduktion ab dem 43. Lebenstag gilt: Die Läge der offenen Seitenfläche ist mindestens gleich lang wie eine Längsseite des AKB. Die innen gemessene Höhe der offenen Seitenfläche beträgt im Durchschnitt mindestens 70% der Gesamthöhe.

Für Mastpoulet und Truten gilt: Die minimale offene Seitenfläche des AKB beträgt mindestens 8% der begehbaren Fläche nach Tierschutzverordnung.

Bei der BTS Haltung der Schweine können neu auch Strohwürfel als Einstreue verwendet werden.

 

Ebenfalls ab 2018 gibt es REB-Beiträge für die stickstoffreduzierte Phasenfütterung von Schweinen und für die Reduktion von Pflanzenschutzmitteln im Obstbau, im Rebbau und im Zuckerrübenanbau. Alle Voraussetzungen und Auflagen sind in der neuen DZV zu finden.
 

Beim GMF Programm können neu auch Nebenprodukte der Trocken- und Schälmüllerei wie Weizenkleie, Haferabfallmehl, Dinkel- und Haferspelzen, Dinkelspreu und Kornspreuer sowie Gemische davon bis maximal 5% als Grundfutter angerechnet werden.

Der Bewirtschafter oder die Bewirtschafterin muss anhand einer Futterbilanz jährlich nachweisen, dass die Anforderungen auf dem Betrieb erfüllt sind. Für die Bilanzierung gilt die Methode «GMF-Futterbilanz» des BLW. Dabei gilt die Version 1.413 oder 1.514 für die Berechnung der Futterbilanz des Kalenderjahres 2017 und die Version 1.5 oder 1.615 für die Berechnung der Futterbilanz des Kalenderjahres 2018. Die «GMF-Futterbilanz» richtet sich nach der Wegleitung Suisse-Bilanz.

 

Eine Lockerung erfolgte im Bereich der Bodenbedeckung. Die in den ÖLN Richtlinien vorgeschriebenen  Saat und Bearbeitungstermine für Zwischenkulturen und Gründüngungen wurden aufgehoben. Neu muss bei Kulturen die vor dem 31.08. geerntet wurden eine Winterkultur oder eine Zwischenkultur/Gründüngung angesät werden. Der Saatzeitpunkt erfolgt gemäss guter landwirtschaftlicher Praxis und ist nicht mehr vorgegeben. Ziel ist es, dass die Zwischenkulturen so lange stehen bleiben, dass Nitratauswaschungen und Erosion vermieden werden. Es darf keine bewirtschaftungsbedingte Erosion entstehen.

 

Weitere Hinweise zu den Winterkontrollen sind auf der Anmeldekarte für die Winterkontrollen zu finden.

Anmeldekarte Winterkontrollen KUL/CAREA

Carte d`hiver 2018 KUL/CAREA